Image Kirchengemeinde mit Positionierung verbessern

Wie Sie den Unter­schied zwischen Image & Posi­tio­nie­rung für Ihre Kirchen­ge­meinde nutzen

Neulich kam in einem Gespräch die Frage auf, ob Image und Posi­tio­nie­rung nicht das Gleiche bedeuten. Obwohl eine deutliche Verwandt­schaft besteht, gibt es dennoch den berühmten kleinen, aber feinen Unter­schied. Auch wenn beide Begriffe gerne synonym verwendet werden, kann es durchaus nützlich sein, den Unter­schied nicht zu verwi­schen. Denn beide Konzepte sind effektive Werkzeuge, um Kommu­ni­ka­tion stra­te­gisch zu opti­mieren.

Wenn also Image und Posi­tio­nie­rung synonym verwendet werden, ist das so, als würde man Schlitz- und Kreuz­schlitz-Schrau­ben­zieher gleich behandeln. Mit dem einen kriegt man zwar das andere unter Umständen auch gedreht, für effek­tives Arbeiten macht aber die Verwen­dung von beiden Sinn.

Der Unter­schied zwischen Image und Posi­tio­nie­rung

Nehmen wir das Image einer Kirchen­ge­meinde und ihre Posi­tio­nie­rung. Ein Image ist das Abbild, dass die Ziel­gruppe von der Gemeinde wahr­ge­nommen und abge­spei­chert hat. Die Posi­tio­nie­rung hingegen ist die ange­strebte Bild­be­schrei­bung des Gemeinde-Images.

Image bezeichnet also eine Ist-Größe und die Posi­tio­nie­rung einen Soll-Wert. Und das ist wichtig für die ziel­füh­rende Kommu­ni­ka­tion Ihrer Gemeinde. Denn es können Welten liegen zwischen dem Wunsch­bild (Posi­tio­nie­rung) und dem resul­tie­renden Realbild (Image).

So nutzen Sie beide Werkzeuge zur Verbes­se­rung des Images Ihrer Kirchen­ge­meinde

Die Menschen, mit denen Sie kommu­ni­zieren, besitzen zu jeder Zeit ein Image der Kirchen­ge­meinde in ihren Köpfen. Das ist vor dem kommu­ni­ka­tiven Prozess so, während­dessen und danach. Das gibt Ihnen die Möglich­keit, Ziele zu entwi­ckeln und Ihre Erfolge zu messen. Das Image einer Gemeinde finden Sie auch ohne große empi­ri­sche Erhe­bungen heraus: sprechen Sie einfach mit den Menschen im Café, beim Bäcker oder bei einem Stadt­teil­fest. Oder legen Sie an öffent­li­chen Orten einen Frage­bogen aus, bei dem Sie um Mithilfe zur Verän­de­rung der Kirchen­ge­meinde bitten. Die meisten Menschen gehen zwar selbst nicht mehr regel­mäßig in die Kirche, sind aber durchaus offen dafür, zu ihrer Verän­de­rung beizu­tragen. Wenn Sie viele vorge­fer­tigte Möglich­keiten zum Ankreuzen bieten, erhöhen Sie zudem erfah­rungs­gemäß den Rücklauf.

Ausgehend von dem Bild, das sich Ihnen bietet können Sie ein Wunsch­bild entwerfen. Sie posi­tio­nieren damit die Kirchen­ge­meinde. Möchten Sie bspw. als “Kümmerer” wahr­ge­nommen werden oder stärker als Heimat von Kultur? Oder ist es Ihnen wichtig, dass Ihre Gottes­dienste als besonders erbaulich wahr­ge­nommen werden? Wenn Sie solche Posi­tionen gefunden haben, dann können Sie den Schwer­punkt Ihrer Kommu­ni­ka­tion darauf hin anpassen. In Artikeln des Pfarr- bzw. Gemein­de­briefes sollten Sie bspw. gezielt diese Themen heraus­stellen. Und auch Ihr Schau­kasten sollte viel­leicht eine entspre­chende eigene Rubrik erhalten.

Wenn Sie dann Ihre Erhebung in regel­mä­ßigen Abständen wieder­holen, werden Sie erleben, wie Ihr Posi­tio­nie­rungs-Prozess das Image der Kirchen­ge­meinde beein­flusst.

 


Bild­quelle: Lee Key via unsplash

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