Die Gute Nachricht besser kommunizieren

Workshop Diöze­santag Öffent­lich­keits­ar­beit Erzbistum Köln 2021

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ca. 3 Minuten Lesezeit

Die gute Nachricht besser kommu­ni­zieren — geht das auch digital?“

Beim Diöze­santag Öffent­lich­keits­ar­beit des Erzbis­tums Köln 2021 durften wir unter dem Titel „Die gute Nachricht besser kommu­ni­zieren – geht das auch digital?“ einen Votrag halten zu den Möglich­keiten digitaler Glau­bens­kom­mu­ni­ka­tion und digitaler Kirche.

Gerne sammeln wir für Sie Best Practice Beispiele – einfach unten in die Kommen­tare posten!

Unser Vortrag beim Diöze­santag Öffent­lich­keits­ar­beit als PDF

Zum Download der PDF auf das Bild klicken

Offen geblie­bene Fragen und Kommen­tare aus unserem Workshop

Mich binden die Personen“

— Teil­neh­merin

Antwort Tim Allgaier:
Für eine umfas­sende Antwort, welche den schein­baren Wider­spruch zwischen den Studien und der gefühlten Wirk­lich­keit erläutert, hilft wahr­schein­lich der konfes­sio­nelle Spagat. Die evan­ge­li­schen Kirchen­mit­glied­schafts­un­ter­su­chungen (denen sich im nächsten Lauf die Katho­li­sche Kirche anschließen möchte) diffe­ren­zieren hier nämlich hilfreich:

Einer­seits wird unter­schieden zwischen reiner Kirchen­mit­glied­schaft und Kirchen­mit­glied­schaft als sozialer Praxis. Hoch­iden­ti­fi­zierte Mitglieder sind zumeist auch die, welche soziale Praxis leben. Sprich: Sie als Teil­neh­merin des Workshops sind wahr­schein­lich in einem höheren Maße mit der Kirche iden­ti­fi­ziert. Die Kirchen­bin­dungs­un­ter­su­chung nimmt aber die breite Masse bzw. die “Grund­ge­samt­heit” der kirch­li­chen Mitglieder in den Blick. Insofern ist die Bindung über Personen nicht untypisch, aber in der großen Gesamt­heit kein weit verbrei­tetes Kriterium.

Unter den aktiven, hoch iden­ti­fi­zierten Kirch­gän­gern ist soziale Bindung hingegen ein sehr wesent­li­ches Kriterium.
Oder um die Studi­en­au­toren zu Wort kommen zu lassen:

Für die jeweilige Gestal­tung der Kirchen­mit­glied­schaft als sozialer Praxis erweisen sich besonders die folgenden drei Dimen­sionen als bedeutsam: Tradi­ti­ons­ori­en­tie­rung, Bildungs­af­fi­nität, Interesse an Geselligkeit.

KMU 2014:11

Die Frei­wil­li­gen­sur­veys des Bundes kommen zu einem ähnlichen Ergebnis. Der FWS 2006 zufolge enga­gieren sich vor allem Menschen aus Gründen der Gesell­schafts­ge­stal­tung, des Pflicht­be­wusst­seins, des poli­ti­schen Enga­ge­ments oder eben der Gemeinschaft/Geselligkeit. Aber nicht jede:r, der/die sich engagiert, ist eben reprä­sen­tativ für die vielfach größere “anonyme Masse” der Kirchen­mit­glieder.

Insofern haben Sie recht: Gemein­schaft und Menschen sind sehr wichtig für die Bindung der Menschen, welche an den eigenen Angeboten bereits teilnimmt. Dies sind (leider) jedoch nur um die 10% – mit teilweise großen Schwankungen.

Tradition in Bayern sieht aber auch anders aus, als in NRW… 😉 7,9% von was? Aller Katholiken?“

— Teil­nehmer

Antwort Marco Petrelli:

Die präsen­tierten Zahlen beziehen auf den gesamt­deut­schen Raum.

Einen guten Überblick zu der Studie findet sich im Online Artikel „Kirchen­mit­glied bleiben? Eine Studie des Sinus-Instituts zur Kirchen­bin­dung von Katholik*innen in Deutsch­land“. Dort wird auch die Essener Studie „Kirchen­aus­tritt — oder nicht?“ erwähnt.

Generelle Zahlen zur Kirche in Deutsch­land werden zudem jährlich von der Bischofs­kon­fe­renz herausgegeben.

Viele schauen ja auch nicht auf Kirchen­bin­dung sondern auf GEMEINDEbindung.“

— Teil­nehmer

Antwort Marco Petrelli:

Da haben Sie voll­kommen Recht und die Frage der Gemein­de­bil­dung ist für Sie zunächst wesent­lich rele­vanter. Aber – um das im Nachgang zum Vortrag ange­spro­chene Beispiel des Autokaufs erneut aufzu­greifen – auch regionale Bindung hängt von über­ge­ord­neten Fragen von Kommu­ni­ka­tion und Image ab: Sie werden sich nicht für eine Automarke vor Ort entscheiden, wenn das Gesamtimage des Auto­mo­bil­kon­zerns Sie nicht überzeugt. Oder (leider) anders gespro­chen: Wenn das Gesamtimage von Kirche leidet und die Bindungs­fak­toren verloren gehen, leiden Sie an der Basis mit und müssen stärker kommu­ni­kativ gegen­steuern, um die Menschen vor Ort für Ihre Sache gewinnen zu können.

Generell hängt die Gemein­de­bin­dung vor allem davon ab, ob Sie die Bedürf­nisse und Wünsche Ihrer poten­ti­ellen Ziel­gruppen und Gemein­de­mit­glieder kennen. Das können regionale Faktoren sein (wie ticken die Menschen bei Ihnen vor Ort?) oder im Sinne einer mobileren und digitalen Gemeinde: Welche Themen und Aktionen bewegen Ihre Zielgruppe?

Kurz: Ziel­grup­pen­ana­lyse und Auswer­tung sind elementar, um die Bedin­gungen für indi­vi­du­elle Gemein­de­bin­dung und die passenden Angebote zu finden.

Wir haben aber auch kaum eine Kultur für parti­zi­pa­tive Gottesdienste.“

— Teil­neh­merin

Der Gottes­dienst an Rosen­montag in St. Agnes (Köln) hat bisher mehr als 30.000 Aufrufe bei YouTube.“

— Teil­nehmer

Es gibt bereits ein Projekt pfarrbuero24. da geht das ziemlich fix“

— Teil­neh­merin

Nicht jede Pfarr­ge­meinde hat eine Marke­ting­ab­tei­lung und Marktforscher!!!!“

— Teil­nehmer

Aber bitte nicht über WA — wir haben auch eine Verant­wor­tung für den Datenschutz!“

— Teil­nehmer

Warum kreiert das Bistum nicht einen eigenen Messanger-Dienst?“

— Teil­nehmer

Was kann ich als Pfarr­brief­re­dak­tion konkret tun, um meine Ziel­gruppe zu erfassen abseits von Einzel­ge­sprä­chen und persön­li­chen Kontakten? Gibt es über­grei­fende Angebote, auf die man als Gemeinde aufspringen kann?“

— Teil­neh­merin

digitale pastorale Big Data — gibt es eine Speicher-Plattform, die das Erzbistum bereitstellt/empfiehlt?“

— Teil­nehmer

Die tech­ni­schen Voraus­set­zungen sind leider nicht überall gleich.“

— Teil­neh­merin

Wenn nicht Gottes­dienste streamen, was dann digital übertragen?“

— Teil­neh­merin

Unmit­tel­bare Antworten aus dem Chat:

  • Evensongs, Taize­ge­bete, Abende des Lichts, etc”
  • Konzerte, Sing-Outs, Kinder­ka­te­chese … Da gibt es viele kreative Ideen”
  • Wir bereiten grad unseren ersten digitalen Firmkurs vor…”

Abspann

Dieser Beitrag wurde Ihnen präsentiert von der Werteagentur telos communication.

Das Start-Up für gemeinnützige Kommunikation unterstützt besonders bevorzugt Kirchengemeinden auf dem Weg zu einer erfolgreicheren Kommunikation – getreu dem Leitspruch Gutes besser kommunizieren.

Beide Gründer studierten vor Ihrem Wechsel in die Kommunikationsbranche selbst erfolgreich Theologie und kennen die kirchliche Kommunikation somit sowohl aus der Theorie als auch aus der Praxis.

Mehr erfahren Sie unter www.telos-communication.de oder HIER auf diesem Blog.

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Eine Antwort

  1. Bei uns gab/gibt es einen Onine-Advents­ka­lender, einen “Fasten-“Kalender mit zwei Stationen Kreuzweg (mittwochs) und einem Beitrag über ein konkretes Thema (samstags); jeweils Audio mit “Bild­un­ter­ma­lung”. Also wie ein Podcast für YouTube.
    Neben dem wöchent­li­chen gestreamten Gottes­dienst haben wir Zoom-Gottes­dienste für Kinder und Familien und Kommunion- und Firm-Katechese via Zoom. 

    Falls jemand die Kommen­tar­funk­tion sucht: Ich habe ganz oben auf “Keine Kommen­tare” geklickt. Wahr­schein­lich steht da jetzt “1 Kommentar”.

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